23.01.2012 11:23
Feierliche Eröffnung des Boardinghouse am 20.01.2012
Frau Marianne Frickel Präsidentin der Bundesinnung
der Hörgeräteakustiker KdöR und die Stadtpräsidentin der Hansestadt Lübeck Frau
Gabriele Schopenhauer durchschnitten traditionell das rote Band zur feierlichen
Eröffnung des Boardinghouses. Frau Frickel betonte in ihrer Festrede: „Als ich
noch Auszubildende an der Akademie und der Landesberufsschule war, mussten wir
in der Jugendherberge der Stadt Lübeck übernachten und fanden das allerdings
gar nicht mal so schlecht.
Heutzutage werden von uns Etagenküchen, Internetzugänge und Waschmaschinen genauso abgefordert, wie Flachbildschirme in den Zimmern. Doch unsere Auszubildenden werden uns das später danken und es zu schätzen wissen, denn sie sind die Zukunft unserer Branche und die zukünftigen wirtschaftlichen Träger der Akademie. Ihnen möchten wir nicht nur eine qualitativ hochwertige Ausbildung und somit berufliche Zukunft bieten, sondern auch eine angemessene Unterbringung fernab ihrer "Heimat“.
Nach nur zehn Monaten Bauzeit waren die Teilnehmer der Wintergesellprüfung im Januar 2012 die ersten Auszubildenden, die das Boardinghouse der Akademie für Hörgeräte-Akustik im Hochschulstadtteil bezogen hatten.
Der Stadtteil ist eines der ambitioniertesten und interessantesten städtebaulichen Projekte in ganz Deutschland – eine nicht nur für Norddeutschland einzigartige und modellhafte „Stadt der kurzen Wege“, die Wohnen und Arbeiten, Forschung und Lehre, Erholung und Freizeit einfach, überschaubar und konsequent vernetzt möglich macht.
Fußläufig ist das Boardinghouse von der Akademie in circa sieben Minuten erreichbar. In unmittelbarer Nachbarschaft der Lübecker Hochschulen und nur drei Kilometer von der historischen Lübecker Altstadt entsteht somit ein Stadtteil, der es erleichtert, Familie, Erholung, Freizeitaktivitäten und Beruf in Einklang zu bringen und sinnvoll zu organisieren. Ein Stadtteil, der zugleich Wissenschaft und Wirtschaft effektiv miteinander verknüpft, als Synergieeffekt neue Arbeitsplätze schafft, und auf einer Fläche von etwa 85 ha bis zu 4.500 Bewohnern alles bietet, was Menschen in ihrem Umfeld benötigen. Von den zwei Wohnarealen ist das südliche bereits weitgehend mit Einzel-, Doppel- und Reihenhäusern sowie Stadtvillen bebaut. Am Carlebach Park und auf einem Großteil der Flächen im nördlichen Wohnareal entsteht eine gemischte Bebauung, die neben dem Wohnungsangebot auch Raum für Einzelhandel, Dienstleistung und weitere gewerbliche Nutzung bietet. Das soziale und kommunikative Herz des Stadtteils schlägt im westlich an den Carlebach Park angrenzenden Stadtteilzentrum, das vielfältige Einrichtungen wie Grundschule, Sporthalle, Forum, Kindertagesstätten und Polizeistation enthält. Zahlreiche Einkaufsmöglichkeiten finden sich im Mönkhof Karree und im Erdgeschoss des „Medizinischen Gesundheitszentrums“.
Das Boardinghouse bietet auf vier Etagen 139 Auszubildenden Platz und ist mit Einzel- und Doppelzimmer ausgestattet. Die Zimmer haben jeweils einen separaten Sanitärbereich. Ein kleiner Vorraum grenzt die Arbeits- und Schlafstätte vom Sanitärbereich ab und dient gleichzeitig zum Einbau eines entsprechend großen Schrankes. Das Einzelzimmer hat eine Größe von circa 16 qm und das Doppelzimmer circa 25 qm. Im gesamten Gebäude findet sich die Farbpalette warmer Sand- und Erdtönen wieder. Angefangen von den Fliesen des Sanitärbereiches über den Fußboden der Zimmer hin bis zum Mobiliar, den Fensterstores und der Bettwäsche. Das Farbkonzept unterstreicht den Wohlfühlcharakter der Zimmer. Über den vor den Fenstern stehenden Schreibtischen wurde die Stahlbetondecke auf der gesamten Breite mit einer abgehängten Decke versehen. Dieses circa 8 qm großes Deckensegel dient zum einem zur Aufnahme der Deckenleuchten und dem Brandmelder, das Gebäude hat eine komplette Brandmeldeanlage erhalten mit einer Direktaufschaltung zur Feuerwehr, zum anderen wirkt es schallabsorbierend und wirkt sich somit positiv auf die Raumakustik aus. Der Deckenunterbau findet sich ebenfalls im Vorflur sowie im Sanitärbereich wieder, in diesem versteckt er neben den Einbauleuchten einen feuchtigkeitsgesteuerten Lüfter, der dafür sorgen soll, dass die Bäder nach deren Benutzung schnell wieder austrocknen. Jede Etage hat eine separate Küche erhalten, sie dient zu einem zur Befriedigung der lukullischen Genüsse der Auszubilden zum anderen als Aufenthaltsraum für kleine Gruppen. Im Erdgeschoss befindet sich zusätzlich ein größer Aufenthaltsraum in dem sich auch ein Internetcafé mit fünf Arbeitsplätzen befindet.


